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Die Burg Konopiste

        Die Burg Konopiste wurde als gotische Festung nach dem Vorbild der französischen Kastellen am Ende des 13. Jahrhunderts, wahrscheinlich vom Bishof Tobias aus Benesov, gegründet. Der erste Einfriff in die mittelalteriche Struktur der Burg wurde am Ende des 15. Jahrhunderts bei Georg vom Sternberk gemacht, weiter dann am Anfang des 17.Jahrhunderts von den Hodejover aus Hodejov.

        In eine Barockresidenz verwandelten Konopiste im 18.Jahrhundert die Vrtbas von Vrtba. Erzherzog Franz Ferdinand d'Este , der das Schloss im Jahre 1887 von den Lobkowitzer kaufte, ließ Konopiste in einen großartigen Wohnsitz des künftigen Kaisers umbauen. Die Schlossräume wurden mit musealichen Sammlungen ausgestattet, deren Ursprung von der Franz Ferdinands Erbschaft, nach dem Herzog aus Modena, stammte. An der Fläche des Barockgartens wurde der sogenannte Rosengarten mit den Triebhäusern gegründet.
 

 

 

Die Burg Konopiště 
wurde unweit der Familiensiedlung in Benešov wahrscheinlich vom Prager Bischof Tobias von Benešov um 1294 gegründet, und zwar nach dem Vorbild der französischen Festungen, mit den zylindrischen Türmen, Zwingermauer, 4 Toren und einer Zugbrücke.
     Sobald die Familie von Beneschowitz ausgestorben ist, kam die Burg 1327 auf 275 Jahre in das Eigentum der Familie Sternberg. Im Besitz des Schlosses haben sich vom 17. bis 19. Jahrhundert mehrere einflussreichen Adelfamilien gewechselt: z.B. Hodejower von Hodejow, nach dem Weiβbergschlacht (1620)  kurze Zeit auch Albrecht von Wallenstein, Michna von Watzinow, Wrtba von Wrtba, Lobkovitz u.a.
    Der erste Eingriff in die mittelalterliche Struktur der Burg wurde am Ende des 15. Jahrhunderts vom Georg von Sternberg gemacht, weiter dann am Anfang des 17. Jahrhunderts von den Hodejower von Hodejow. Im 18. Jahrhundert wurde Konopiště von Wrtbas von Wrtba in eine Barockresidenz umgewandelt.
     1887 hat die Familie Lobkowitz das  Schloss mit der ganzen Herrschaft dem österreichisch-ungarischen Thronfolger (seit 1896) Erzherzog Franz Ferdinand d´Este verkauft.  
 
     Der Erzherzog ließ Konopiště in einen großartigen Wohnsitz des künftigen Kaisers in dem historischen Baustil umbauen und die nächste Umgebung in den Landschaftspark umgewandelt. Auf dem Gelände des ehemaligen Barockgartens wurde der sgn. Rosengarten mit Blumenhäusern angelegt. Im Schloss wurden die umfangreichen Sammlungen des Erzherzogs  unterbracht, die er zum Teil von seinen italienischen Vorvätern erworben, zum Teil selbst gesammelt hat.  
     Franz Ferdinand nahm im Juni 1914 an den Manövern der österreichischen Armee in Bosnien teil. Am 28. Juni 1914 wurde er zusammen mit seiner Frau Sophia in Sarajewo Opfer des von dem serbischen Anarchisten Gavrilo Princip begabten Attentats. Ein Monat später erklärte der österreichisch-ungarischer Kaiser Fran Joseph I. Krieg gegen Serbien.
    1921 wurde Konopiště dem Erzherzogserben vom tschechoslowakischen Staat entnommen und das Schloss mit dem Park zum Teil der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Während des II. Weltkrieges wurde im Schloss das Hauptquartier der SS-Truppen unterbracht. 
     Nach der Befreiung wurde Konopiště wieder dem Publikum geöffnet.

Das Schloss blieb bis heute in gleicher Form erhalten, die es bei dem letzten Umbau zur Zeit des Erzherzogs Franz Ferdinand d´Este erhielt. Auch die innere Ausstattung blieb im groβen Maβ bewahrt, gerade so, als es von Franz Ferdinand und seiner Familien bewohnt wurde.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Besichtigungsrunden
 
 
1. Prunkräume des südlichen Schlossflügels                  
    
stellen die Repräsentations- und Gästeräume vor, die sich im 1. Stock des südlichen Flügels befinden; her befindet sich groβe Anzahl der historischen Möbel, Bilder und Porzellan.
Die Führung beginnt in der Jagdgalerie mit den vom Erzherzog Franz Ferdinand gefangenen Jagdtrophäen. Nur in dieser Galerie werden mehr als 800 Stück Jagdtrophäen ausgestellt.
Es folgen die Rosen-, Säulen- und Empfangssalon.  Der groβe festliche Speisesaal mit einem Deckenfresko des Pilsener Malers Julius Lux vom Beginn des 18. Jahrhunderts diente v.a. zur Repräsentation. Es folgt die Speisevorbereitungszimmer.
Die Führung geht mit den Appartements weiter, welche 1914 vom deutschen Kaiser Wilhelm II. und seinem Admiral Alfred Tirpitz bewohnt wurden. Dazu gehört auch das Basezimmer vom Jahre 1900.
Führungsdauer:          ca. 50 - 55 Min.
Teilnahme:                  max. 25 Personen
2. Prunkräume des nördlichen Flügels
 
nehmen die ältesten Schlossräume ein, mit den gotischen und Rennaissancegewölben in der Kapelle des Hl. Hubertus und den Räume des sgn. Kronprinzen. Dieses Appartement wird vom Gesellschaftssalon, der Arbeits- und Schlafzimmer gebildet. Über das sgn. Alkoven kommt man in die Kapelle, weiterhin durch die Korridore mit historischen Schränken, wo die Waffen installiert wurden, in das 3. Stock, in das Zeughaus.  
Die Waffen des sgn. Este-Zeughauses gehören zu den wertvollsten und bedeutendsten in Mitteleuropa. Es sind sowohl die kalten Waffen, Feuerwaffen, als auch die Rüstungen, v.a. aus Italien und Deutschland, vom 15. bis 19. Jahrhundert.  
Im kleinen Jagdgang kann man in den Personenaufzug des Erzherzogs einsehen und zum Schluss die Bibliothek und den Rauchsalon besichtigen.
Führungsdauer:          ca. 55 - 60 Min.
Teilnahme:                  max. 25 Personen
 
3. Privatzimmer von Franz Ferdinand
 
im 3. Stock. des Schlosses wurden 1994 dem Publikum offen gemacht und zwar nach der historischen Aufnahmen, Unterlagen und Inventarlisten, identisch dem Zustand, als der Erzherzog im Schloss wohnte. Man lernt dabei ebenfalls über die Geschichte des Hauses Habsburg und dem Lebensschicksal von Franz Ferdinand und seiner Familie.
Durch den Jagdgang und über die sgn. steilen Treppen gelangt man in den Gang mit den Bilder aus dem 17. Jhd., die wichtigen historischen Personen darstellen. Die Garconwohnung von Franz Ferdinand beherrscht das Arbeits- und Schlafzimmer, Garderobe, Klosett und Badezimmer. Die Jagdleidenschaft des Thronfolgers wird mit den Rauminterieuren des Geweihzimmers und des Türmchen bestätigt – überall Reh- und Gemsengeweih.
Die Familie sammelte sich in dem Privatspeisesaal. Das Rosenzimmer diente der Gattin von Franz Ferdinand, Sofia Hohenberg, geb. Chotková, die eine morganatische Ehe mit dem Thronfolger abgeschlossen hat. . Der erste teil der Führung wird mit dem Schlafzimmer des Ehepaars und dem Badezimmer abgeschlossen. 
Den nächsten Teil bewohnten die Kinder von Franz Ferdinand, man besichtigt das Schlafzimmer der Jungen -  Max und Ernst, das Kinderspielzimmer und die von dem Erzieher Abbé Stanowsky bewohnten Räume. Das ganze Flügel ist mit dem Schlafzimmer der kleinen Sophia und dem Musiksalon abgeschlossen.
Man schaut in den groβen Turm herein, wo Plastiken und Reliefs aus den Sammlungen des Thronfolgers (vom 15.-18. Jhd.) installiert wurden. Durch einen Gang mit den Aufnahmen aus der Weltreise des Erzherzogs gelangt man in die Eingangshalle und anschlieβend in den kleinen Jagdgang, wo die Führung endet.


Führungsdauer:           ca. 60-70 Min.
Teilnahme:                  max. 8 Personen